2x24 VU Meter mit Peak Hold 2026

- 5V DC 27 – 230mA je nach Helligkeit
- LED Dimmbar
- Modus Schaltbar
VU-Meter (kalibriert, diskret, Schieberegister-Technik)
1. Grundsätzliches zum Aufbau
Dieses VU-Meter Bausatz ist ein kalibriertes Anzeigeinstrument, das speziell für Audio-Anwendungen entwickelt und abgeglichen wurde.
Im Gegensatz zu vielen günstigen VU-Metern aus asiatischer Produktion:
- wird hier nicht einfach eine lineare LED-Kette verwendet
- gibt es keine einfache „Balkenanzeige ohne Bezug“
- und es wird nicht ignoriert, dass Bauteile (Dioden, Widerstände, Vorverstärker) das Messergebnis beeinflussen
Stattdessen wurde dieses VU-Meter messtechnisch abgeglichen, so wie man es von professioneller Audiotechnik kennt.
2. Messprinzip (wichtig für das Verständnis)
Das VU-Meter arbeitet nicht direkt mit dem Audiosignal, sondern mit einer aufbereiteten Hüllkurvenspannung.
Der Signalweg ist:
- Audio-Signal
- Vorverstärker (Pegelanpassung VU Meter Treiber „Art. Nr. VU-Driver-BS“ R5 2k7 gegen 10K Tauschen !!)
- Gleichrichtung über Schottky-Diode (z. B. BAT43)
- RC-Glied (Zeitkonstante)
- VU-Meter-Treiber / Mikrocontroller
- LED-Anzeige über Schieberegister
Gemessen und kalibriert wurde nicht „irgendwo“, sondern direkt am Eingang des VU-Meter-Treiberteils. (VU Meter Treiber „Art. Nr. VU-Driver-BS“)
Genau dort, wo die Anzeige ihre Information erhält.
Das ist entscheidend – denn:
Jede Diode, jeder Widerstand, jeder Kondensator verändert den Pegel.
Viele Billig-VU-Meter berücksichtigen das nicht!
3. Kalibrierung und dB-Skala
Die Anzeige arbeitet mit einer logarithmischen Skala, wie sie für Audio sinnvoll ist.
Fixpunkte der Kalibrierung:
- 0 dB = definierter Bezugspunkt
(entspricht 0 dBu = 0,775 V RMS, bezogen auf die Messstelle) - negative dB-Werte (z. B. −11 dB, −9 dB, −6 dB usw.)
wurden real gemessen und in die Software übernommen - positive dB-Werte (+1 … +6 dB) besitzen bewusst Headroom, damit die Anzeige nicht „anschlägt“ in Verbindung mit dem VU Meter Treiber „Art. Nr. VU-Driver-BS“ ist es Quasi nicht möglich den Pegel so hoch zu treiben, so das der Atmega kaputt geht. Sofern der Treiber NICHT über +/- 12V betrieben wird!
Die dB-Skala wurde nicht rechnerisch geraten, sondern:
- mit Sinus-Testsignal (1 kHz)
- über einen Frequenzgenerator
- mit Oszilloskop-Messung in dB
- und anschließender Feinabstimmung der Schaltschwellen
4. Warum dieses VU-Meter anders reagiert als viele andere
Viele einfache VU-Meter aus Fernost zeigen:
- zu früh „Vollausschlag“
- eine nahezu lineare LED-Kette
- oder reagieren stark auf Bauteiletoleranzen
Dieses VU-Meter hingegen:
- berücksichtigt den realen Signalweg
- ist auf die verwendete Hardware abgestimmt
- zeigt kleine Pegel sauber und differenziert
- bietet oben bewusst Reserve, statt zu komprimieren
Das Ergebnis ist eine ehrliche Anzeige, keine Show-Beleuchtung.
5. Wichtiger Hinweis für Anwender
Dieses VU-Meter ist kein normiertes Labor-Messgerät, sondern ein praxisnah kalibriertes Anzeigeinstrument für Audio-Geräte.
Das bedeutet:
- Es zeigt realistische Pegelverhältnisse
- Es eignet sich hervorragend für:
- Vorverstärker
- Endstufen
- Misch- und Studio-Anwendungen
6. Erweiterungen & Varianten
Dieses VU-Meter wurde modular aufgebaut.
7. Hinweis zum optionalen VU-Meter-Treiber
Für optimale Ergebnisse wird empfohlen, den separaten VU-Meter-Treiber zu verwenden, der speziell auf dieses System abgestimmt ist.
Die Kalibrierung dieses VU-Meters erfolgte mit genau diesem Treiber.
Kalibrierung des VU-Meters
Benötigte Voraussetzungen
- Sinusgenerator 1.000 Hz
- Bezugspegel 0 dBu
- Messung erfolgt am Eingang des VU-Meter-Treiberteils
- Audioquelle stabil und unverzerrt
Bezugswerte (wichtig)
- 0 dBu = 0,775 V RMS
- Bei Sinus entspricht das:
- ≈ 2,19 Vpp (Peak-to-Peak)
0,775 Vrms ODER ca. 2,2 Vpp sind der richtige Abgleichpunkt.
Schritt-für-Schritt-Kalibrierung
- R11 (10 kΩ Poti) vollständig aufdrehen ( VU Meter Treiber)
→ Maximaler Arbeitsbereich / Grundempfindlichkeit - Sinusgenerator auf 1.000 Hz einstellen
- Eingangspegel auf 0 dBu einstellen
- 0,775 V RMS
- alternativ ≈ 2,19 Vpp bei Sinus
- R1 (10 kΩ Poti) langsam aufdrehen,
bis die Anzeige des VU-Meters exakt 0 dB erreicht
(0-dB-Marke der Skala, mittlerer Bezugspunkt) - Gegebenenfalls den Pegel minimal nachregeln und kontrollieren,
bis die Anzeige stabil bei 0 dB steht
Damit ist das VU-Meter korrekt kalibriert.
Einstellung der LED-Helligkeit
- Über Poti R2 (am VU-Meter selbst) kann die Helligkeit der LEDs eingestellt werden
- Diese Einstellung hat keinen Einfluss auf die Kalibrierung
- Die Helligkeit kann individuell an Umgebung und Geschmack angepasst werden
Wichtiger Hinweis
Die Kalibrierung berücksichtigt:
- den Vorverstärker
- die Gleichrichtung (Schottky-Diode)
- die RC-Zeitkonstante
- den VU-Meter-Treiber
LED 1 : -32.0 dB, LED 2 : -30.7 dB, LED 3 : -29.4 dB, LED 4 : -28.2 dB, LED 5 : -25.6 dB, LED 6 : -24.3 dB, LED 7 : -23.0 dB, LED 8 : -20.5 dB, LED 9 : -19.2 dB, LED 10 : -17.9 dB, LED 11 : -15.4 dB, LED 12 : -14.1 dB, LED 13 : -12.8 dB, LED 14 : -9 dB, LED 15 : -7.5 dB, LED 16 : -6 dB, LED 17 : -4 dB, LED 18 : -2 dB, LED 19 : -1 dB, LED 20 : 0.0 dB, LED 21 : +1 dB, LED 22 : +2 dB, LED 33 : +4 dB, LED 34 : +6 dB
Schaltungsbeschreibung – Digitale Steuerung des VU-Meters
Überblick
Die Anzeige des VU-Meters wird von einem Mikrocontroller gesteuert, der den gemessenen Pegel auswertet und die LEDs über Schieberegister ansteuert.
Dieses Konzept ermöglicht eine große Anzahl von LEDs bei sehr geringem Pin- und Ressourcenbedarf.
1. Rolle des Mikrocontrollers
Der Mikrocontroller übernimmt folgende Aufgaben:
- Einlesen der Messspannung
Die vom VU-Meter-Treiber erzeugte Gleichspannung (Hüllkurve) wird über einen Analog-Eingang gemessen. - Pegelbewertung
Der gemessene Wert wird mit einer internen Schwellentabelle verglichen, die einer logarithmischen dB-Skala - Erzeugen des LED-Musters
Abhängig vom Pegel entscheidet der Controller:- wie viele LEDs leuchten
- welche LED die Peak-Position darstellt
- Ausgabe der LED-Daten an die Schieberegister
- Helligkeitssteuerung über Pulsweitenmodulation (PWM)
2. Schieberegister – warum sie eingesetzt werden
Zur LED-Ansteuerung werden Schieberegister (z. B. 74AC595) verwendet.
Ein Schieberegister bietet:
- 8 digitale Ausgänge
- benötigt aber nur 3 Steuerleitungen vom Mikrocontroller:
- Daten (DATA)
- Takt (CLK)
- Latch / Übernahme (LATCH)
3. Datenübertragung zu den Schieberegistern
Der Mikrocontroller sendet die LED-Information seriell an die Schieberegister.
Der Ablauf ist immer gleich:
- Latch auf LOW
→ Ausgänge bleiben unverändert - Bitweise Ausgabe der Daten
- Der Controller legt ein Bit auf die DATA-Leitung
- mit jedem Taktimpuls (CLK) wird das Bit ins Register geschoben
- dies geschieht für alle Bits aller Schieberegister
- Latch auf HIGH
→ alle Schieberegister übernehmen gleichzeitig die neuen Daten
→ LEDs schalten zeitgleich, kein sichtbares Flackern
Dieses Verfahren stellt sicher, dass:
- keine „wandernden LEDs“ sichtbar sind
- alle LEDs sauber synchron geschaltet werden
4. LED-Muster (VU-Balken + Peak)
Intern erzeugt der Mikrocontroller ein LED-Bild (Bitmuster):
- VU-Balken
Alle LEDs bis zum aktuellen Pegel werden eingeschaltet. - Peak-Hold-LED ( 1 u. 4 ON DIP Schalter)
Die höchste erreichte LED wird für eine definierte Zeit gehalten
und fällt danach langsam zurück.
Dieses LED-Bild wird vor jeder Ausgabe neu berechnet und an die Schieberegister übertragen.
DIP Schalter:
Peak / Hold 1 ON 4 ON
VU Normal 1 u. 4 Off
VU 1 LED 2 ON
VU 1 LED 2 ON / Peak / Hold 1 ON 4 ON
VU 3 LED 3 ON (Ohne Peak Hold)
VU 5 LED 2 u. 3 ON (Ohne Peak Hold)
5. Pulsweitenmodulation (PWM) für die Helligkeit
Die Helligkeit der LEDs wird nicht über Vorwiderstände oder Spannung geregelt,
sondern über Pulsweitenmodulation (PWM).
Funktionsweise der PWM
- Die LED-Ausgänge werden sehr schnell ein- und ausgeschaltet
- Das Verhältnis von EIN-Zeit zu AUS-Zeit bestimmt die Helligkeit
- Je länger die EIN-Zeit → desto heller erscheint die LED
Der Mikrocontroller erzeugt dafür ein hochfrequentes PWM-Signal.
PWM über OE-Pin der Schieberegister
Die PWM wirkt nicht auf einzelne LEDs, sondern auf den OE-Pin (Output Enable) der Schieberegister:
- OE = LOW → Ausgänge aktiv (LEDs an)
- OE = HIGH → Ausgänge deaktiviert (LEDs aus)
Der Controller moduliert diesen OE-Pin per PWM:
- kurze LOW-Zeit → LEDs dunkel
- lange LOW-Zeit → LEDs hell
Vorteile dieses Konzepts:
- alle LEDs gleichmäßig gedimmt
- kein Farb- oder Helligkeitsversatz
- keine Beeinflussung der Messlogik
6. Helligkeitseinstellung per Potentiometer
Ein Potentiometer ist an einen Analogeingang des Mikrocontrollers angeschlossen.
Der Controller:
- liest die Stellung des Potis ein
- berechnet daraus den PWM-Tastgrad
- steuert damit die LED-Helligkeit
Die Helligkeitseinstellung:
- wirkt nur optisch
- hat keinen Einfluss auf Pegelanzeige oder Kalibrierung
7. Zeitverhalten und Aktualisierung
Die Anzeige wird in kurzen Zeitabständen aktualisiert:
- schneller Anstieg bei steigenden Pegeln
- langsamer Abfall für ruhige Anzeige
- Peak-Hold-Zeit softwareseitig definiert
8. Vorteile dieses Steuerkonzepts
Dieses Konzept bietet gegenüber einfachen LED-VU-Metern:
- saubere, flackerfreie Anzeige
- exakte Reproduzierbarkeit
- einfache Anpassung an andere LED-Anzahlen
- geringe Hardware-Komplexität
- klare Trennung zwischen:
- Messung
- Anzeige
- Helligkeit
Kurz gesagt
Der Mikrocontroller:
- misst den Pegel
- entscheidet, welche LEDs leuchten
- überträgt das Muster seriell an Schieberegister
- regelt die Helligkeit per PWM über den OE-Pin
Die Schieberegister sind reine Leistungsausgänge,
die Intelligenz sitzt vollständig im Mikrocontroller.


|
Menge |
Wert |
Device |
Bauteile |
|
6 |
330R X |
4609X101-331LF 330R x8 |
RN1, RN2, RN3, RN5, RN6, RN7 |
|
1 |
560R |
R-EU_0207/10 |
R1 |
|
1 |
10k |
R-EU_0207/10 |
R6 |
|
3 |
100k |
R-EU_0207/10 |
R3, R4, R5 |
|
1 |
10k lin RKT6V |
TRIM_EU- |
R2 |
|
7 |
0µ1 |
C-EU050-025X075 |
C1, C3, C4, C5, C6, C7, C9 |
|
2 |
0,47/25 |
CPOL-EUE2.5-6 |
C11, C12 |
|
1 |
100/25 |
CPOL-EUE2.5-6 |
C2 |
|
6 |
74HC595N |
74HC595N |
IC1, IC2, IC3, IC5, IC6, IC8 |
|
1 |
ATMEGA328p |
MEGA48/88/168-PU |
IC7 |
|
2 |
BAT43 |
BAS15 |
D1, D2 |
|
2 |
Printklemme |
AK500/2 |
|
|
1 |
NT 04 |
DS04 |
S2 |
|
36 |
N0G30L85 LED Grün |
LED3MM |
|
|
4 |
LTL1NHSH6D LED Gelb |
LED3MM |
|
|
8 |
FYL-3014LRD1A LED Rot |
LED3MM |
|
|
1 |
DIP 28 |
Fassung |
|
|
6 |
DIP 16 |
Fassung |
|
|
1 |
Leiterplatte Y210 |
53.5 mm* 150.8 mm |
|
